Plastische Gesichtschirurgie

Korrektur der Augenlider

(Blepharoplastik)

In der Jugend sind die Augenlider in der Regel glatt und straff. Mit zunehmendem Alter verliert die sehr feine Haut der Lider ihre Elastizität. Es entstehen Fältchen und mit der Zeit kann die Haut der Lider als Folge der Schwerkraft zu hängen beginnen. Im Volksmund wird bei den Oberlidern von «Schlupflidern» gesprochen, bei den Unterlidern von «Tränensäcken». Wenn dies kosmetisch oder funktionell stört, kann eine operative Korrektur der Augenlider (Lidstraffung, Blepharoplastik) durchgeführt werden.

Krankheitsbild

Oftmals führen hängende Augenlider nur zu einer kosmetisch störenden Beeinträchtigung. Der Gesichtsausdruck erscheint «älter» und «müde». Bei stärker ausgeprägtem Befund können aber auch Funktionsstörungen der Augen auftreten. Die Augenlider sind «schwer», und insbesondere das Lesen bereitet Mühe. Auch das Gesichtsfeld kann eingeschränkt sein und das tägliche Leben beeinträchtigen.

Operation

Die Lidkorrektur ist eine häufig durchgeführte Operation. Die Korrektur der Oberlider kann in der Regel in lokaler Anästhesie erfolgen. Auch die Korrektur der Unterlider kann unter lokaler Anästhesie erfolgen, je nach Befund und Operationstechnik bietet aber eine Vollnarkose Vorteile. Der Eingriff dauert etwa 1 Stunde für beide Oberlider und gleich lang für die Unterlider. Die Fäden können nach 4 bis 7 Tagen entfernt werden. In der Regel wird die Lidkorrektur als ambulanter Eingriff durchgeführt.

Die Operation verursacht nur wenig Schmerzen. Nach der Operation tritt eine Schwellung der Lider auf und gelegentlich auch eine leichte Blauverfärbung, welche durch einen kleinen Bluterguss verursacht ist. Sowohl Schwellung und auch Verfärbung der Lider bilden sich spontan in wenigen Tagen zurück. In der Regel dauert es etwa 10 bis 14 Tage bis die Lider wieder «normal» aussehen.

Risiko der Operation:

Wie jede Operation hat auch die Lidkorrektur Risiken. Das Auftreten einer stärkeren Nachblutung ist sehr selten (weit unter 1%), kann aber zu gefährlichen Spätfolgen führen. Daher ist nach der Operation auch eine Überwachung für 2–4 Stunden notwendig. Auch das Auftreten einer Wundinfektion ist sehr selten (unter 1%).

Wie bei allen kosmetischen Eingriffen führt die natürliche Wundheilung dazu, dass trotz optimaler Operationstechnik das kosmetische Resultat nicht garantiert werden kann. Es ist aber selten, dass eine kosmetisch störende Veränderung zurückbleibt. Die Häufigkeit von Nachoperationen liegt klar unter 5%.

Vor einer Operation wird der behandelnde Arzt die möglichen Risiken des Eingriffes mit Ihnen ausführlich besprechen.

Kosten

Wenn die Operation aus kosmetischen Gründen erfolgt, muss der Eingriff selbst bezahlt werden. Vor der Operation wird daher ein Kostenvoranschlag erstellt und dieser wird mit Ihnen besprochen. Die Höhe der Kosten hängt vom Aufwand der Operation ab.

Wenn die hängenden Oberlider zu einer Beeinträchtigung beim Sehen führen, liegt eine «Erkrankung» vor. Diese muss grundsätzlich von der Krankenkasse übernommen werden. Im Einzelfall muss aber die Situation vor der Operation abgeklärt werden. Hierfür ist in der Regel auch eine augenärztliche Untersuchung nötig.

Wenn nach einer Operation eine Formveränderung zurückbleibt und eine nochmalige Korrektur notwendig ist, müssen die hierfür entstehenden Kosten wieder in Rechnung gestellt werden. Auf eine nochmalige Operation «auf Garantie» besteht kein Anspruch.

Bemerkung

Dieser Text dient zu Ihrer Information. Es ersetzt aber nicht das Gespräch und die eingehende Aufklärung durch Ihren behandelnden Arzt.

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