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Nasennebenhöhlen-
operationen
Eine chronische Entzündung der Nasennebenhöhlen (chronische Sinusitis) führt zu einer blockierten Nase, zu vermehrtem Sekret im Rachen und zu einer Verminderung des Geruchsinnes. Auch häufig auftretende akute Entzündungen der Nasennebenhöhlen können zum Krankheitsbild gehören. Es besteht die Möglichkeit, die Symptome mit Medikamenten zu behandeln. In vielen Fällen reicht allerdings eine Therapie mit Medikamenten nicht aus. Mit einer Operation kann in diesen Fällen eine deutliche Besserung erreicht werden.
Krankheitsbild
Die chronische Entzündung der Schleimhaut in den Nasennebenhöhlen ist eine relativ häufige Erkrankung. Es gibt zwei Formen dieser chronischen Entzündung. Eine Form führt zu einer starken Schleimhautschwellung, den «Polypen». Dadurch ist die Nasenatmung blockiert und der Geruchsinn kann eingeschränkt sein. Zusätzlich besteht eine vermehrte Schleim-Sekretion in den Rachen. Die andere Form führt zu häufigen akuten Entzündungen der Nasennebenhöhlen. Dies führt zu Schmerzen und durch die Schleimsekretion auch zu Husten und Heiserkeit.
Die Ursache der chronischen Nasenebenhöhlenentzündung ist auch heute noch unklar.
Es ist aber bekannt, dass bestimmte Medikamente (Nasensprays und Tabletten) die Symptome bekämpfen können.
Operation
Die Operation der Nasennebenhöhlen (Ethmoidektomie) ist eine wirksame Therapie, wenn die Symptome mit Medikamenten nicht genügend kontrolliert werden können.
Das Prinzip besteht in einer Eröffnung und Erweiterung der betroffenen Nasennebenhöhlen. Dadurch kann das gestaute Sekret abfliessen und die Schleimhautentzündung kann besser abheilen. Auch die Nasensprays kommen besser zur entzündeten Schleimhaut der Nebenhöhlen.
Die Operationstechnik hat in den letzten Jahren grosse Fortschritte gemacht. Der Eingriff erfolgt in der Regel in einer Vollnarkose. Die Operation wird durch die Nasenöffnung durchgeführt ohne sichtbaren Schnitt von aussen. Mit speziellen Instrumenten werden die Nasennebenhöhlen eröffnet. Die Dauer der Operation ist abhängig vom Schweregrad der Entzündung. Am Ende des Eingriffes wird ein Verband in die Nase eingebracht. Diese «Tamponade» wird nach 24 bis 48 Stunden bereits wieder entfernt. Wenn möglich werden zudem Plastikröhrchen eingelegt, damit trotz Tamponade durch die Nase geatmet werden kann. Der Eingriff verursacht meistens nur wenig Schmerzen.
Der Eingriff erfordert in der Regel einen Spitalaufenthalt von 3 bis 5 Tagen.
Risiko der Operation:
Wie jede Operation hat auch die Nebenhöhlenoperation Risiken. Da die Nasennebenhöhlen neben den Augen und dem Gehirn liegen, können diese Nachbarstrukturen verletzt werden. Dieses Risiko ist jedoch äusserst gering und liegt weit unterhalb der 1% Grenze. Auch das Auftreten von Blutungen aus der Nase ist möglich, dieses Risiko ist aber ebenfalls gering und liegt unterhalb von 1%.
Vor einer Operation wird der behandelnde Arzt die möglichen Risiken des Eingriffes mit Ihnen ausführlich besprechen.
Kosten
Die chronische Entzündung der Nasennebenhöhlen ist eine Erkrankung. Die medikamentöse Therapie und auch die Operation werden grundsätzlich von der Krankenversicherung übernommen.
Bemerkung
Dieser Text dient zu Ihrer Information. Es ersetzt aber nicht das Gespräch und die eingehende Aufklärung durch Ihren behandelnden Arzt.
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