Nasen- und Halsoperationen

Mandeloperation

(Tonsillektomie)

Eine chronische Entzündung der Mandeln (Gaumenmandeln, Tonsillen) ist häufig. Oftmals führt diese nur zu kurzfristigen Beschwerden und benötigt keine Therapie. Beim Auftreten von häufigen starken Beschwerden oder dauernd vorliegenden störenden Symptomen wird die Lebensqualität oft stark eingeschränkt. Mit einer Operation kann in diesen Fällen die Lebensqualität entscheidend verbessert werden.

Der Mensch besitzt noch eine «3. Mandel», die Rachenmandel (Adenoid). Diese führt aber in der Regel nur im Kindesalter zu Problemen. An dieser Stelle wird hier daher nicht weiter darauf eingegangen.

Krankheitsbild

Von einer chronischen Mandelentzündung spricht man dann, wenn mehrmals jährlich akute Mandelentzündungen mit Fieber (Angina) auftreten oder wenn dauernd leichte Entzündungssymptome wie Schmerzen vorliegen. In diesen Fällen produzieren die Mandeln oft auch krümelige Absonderungen, welche unangenehm riechen können.

Die Ursache sind Vernarbungen der Mandeln, welche durch die häufig durchgemachten Infektionen entstanden sind.

Wenn eine starke Entzündung der Mandeln mit Fieber vorliegt, kann eine Therapie mit Medikamenten (Schmerzmittel, Antibiotika) notwendig sein. Wenn die chronische Mandelentzündung die Lebensqualität zu stark beeinträchtigt, ist nur mit einer Mandelentfernung eine nachhaltige Besserung zu erreichen.

Operation

Eine Entfernung der Mandeln wird auch Tonsillektomie genannt.

Der Eingriff erfolgt in der Regel in einer Vollnarkose. Die Operation wird durch die Mundöffnung durchgeführt. Mit speziellen Instrumenten werden dann die Mandeln entfernt. Der Eingriff dauert etwa 20 bis 30 Minuten. Nach der Operation treten Schmerzen auf, welche erfahrungsgemäss mit einer akuten Mandelentzündung vergleichbar sind. Diese Schmerzen können zeitweise stark sein. Die vollständige Ausheilung dauert in der Regel 14 Tage.

Der Eingriff erfordert meistens einen Spitalaufenthalt von 3 bis 5 Tagen.

Risiko der Operation:

Wie jede Operation hat auch die Mandeloperation Risiken. Zu erwähnen ist die Möglichkeit einer Nachblutung. Dieses Risiko ist liegt zwischen 1% und 5%. Wenn eine starke Nachblutung auftritt, kann ein notfallmässiger Spitaleintritt notwendig werden, um diese Blutung im Operationssaal umgehend zu versorgen. Andere Risken, zum Beispiel das Auftreten von Gefühl- oder Geschmackstörungen der Zunge, sind selten und liegen klar unterhalb von 1%.

Die Entfernung der Mandeln führt in der Regel nicht zu einer verminderten Abwehrfunktion des Körpers, da die Abwehrfunktion der Mandeln ihre Bedeutung bereits im Kindesalter zwischen dem 5. und 10. Altersjahr weitgehend verliert.

Vor einer Operation wird der behandelnde Arzt die möglichen Risiken des Eingriffes mit Ihnen ausführlich besprechen.

Kosten

Die chronische Mandelentzündung gilt als eine Erkrankung. Die Operation wird daher grundsätzlich von der Krankenversicherung übernommen.

Bemerkung

Dieser Text dient zu Ihrer Information. Es ersetzt aber nicht das Gespräch und die eingehende Aufklärung durch Ihren behandelnden Arzt.

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